EnglishGerman
Kirchenstatistik

Glaube und Religiosität in Deutschland: Zahlen und Statistiken (2025)

Der Glaube in Deutschland wird individueller und gemäßigter: Beten und ein starker Gottesglaube gehen zurück, und die meisten Gläubigen nehmen kaum noch an gemeinschaftlichen Ritualen teil. Hier sind die belegten Zahlen zu Gebet, Gottesglaube und Religiosität.

Pray FocusMarijan Divkovic5. September 20268 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Der Glaube in Deutschland wird individueller und gemäßigter. Das tägliche Gebet sank laut Bertelsmann Religionsmonitor von 23 % auf 17 %, ein starker Gottesglaube von 47 % auf 38 %. Rund 46 % der Deutschen glauben noch an Gott, doch der Wert sinkt, und nur 28 % halten Jesus Christus für den Sohn Gottes (Allensbach). Der Glaube an einen persönlichen Gott liegt bei 16 bis 19 % (fowid). Am deutlichsten zeigt sich der Wandel bei den Jüngsten: 41 % der 16- bis 24-Jährigen wollen fest aus der Kirche austreten.

  • Das tägliche Gebet in Deutschland sank von 23 % auf 17 %, und ein starker Gottesglaube von 47 % auf 38 % (Bertelsmann Religionsmonitor, 2024).
  • Rund 46 % der Deutschen glauben noch an Gott, doch der Wert sinkt, und nur 28 % halten Jesus Christus für den Sohn Gottes (Allensbach).
  • Der Glaube an einen persönlichen Gott liegt bei nur 16 bis 19 % der Bevölkerung (fowid).
  • 41 % der 16- bis 24-Jährigen haben die feste Absicht, aus der Kirche auszutreten (Bertelsmann Religionsmonitor, 2024).

Religiosität in Deutschland verschwindet nicht einfach, sie wandelt sich. Der Glaube wird individueller und gemäßigter, und die meisten Gläubigen nehmen nur noch selten oder gar nicht an gemeinschaftlichen Ritualen teil. Der Bertelsmann Religionsmonitor, der 2024 vom Meinungsforschungsinstitut forsa mit 3.002 Befragten erhoben wurde, zeigt einen klaren Rückgang bei Gebet und Gottesglaube. Zugleich glauben laut dem Institut für Demoskopie Allensbach noch rund 46 % der Deutschen an Gott, während nur 28 % Jesus Christus für den Sohn Gottes halten. Die folgenden Zahlen stützen sich auf den Bertelsmann Religionsmonitor, die fowid, Allensbach und die Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung der EKD, die verlässlichsten Quellen zu Glaube und Religiosität in Deutschland.

17 %

der Bevölkerung beten täglich (von 23 % gesunken)

38 %

haben einen starken Gottesglauben (von 47 % gesunken)

46 %

der Deutschen glauben an Gott (rückläufig)

16-19 %

glauben an einen persönlichen Gott

fowid, 2024Verified

Zentrale Erkenntnisse auf einen Blick

KennzahlWertJahrQuelle
Tägliches Gebet (von 23 % gesunken)17 %2024Bertelsmann Religionsmonitor
Starker Gottesglaube (von 47 % gesunken)38 %2024Bertelsmann Religionsmonitor
Glaube an Gott (rückläufig)rund 46 %2025Institut für Demoskopie Allensbach
Jesus Christus als Sohn Gottes28 %2025Institut für Demoskopie Allensbach
Glaube an einen persönlichen Gott16-19 %2024fowid
16- bis 24-Jährige mit fester Austrittsabsicht41 %2024Bertelsmann Religionsmonitor
Jede Zahl unten ist auf die primäre Quelle zurückverfolgbar, die sie berichtet, mit angegebenem Datenjahr. Die Werte des Religionsmonitors beruhen auf einer forsa-Befragung von 3.002 Personen im Jahr 2024.

Gebet und Gottesglaube

Am deutlichsten lässt sich der Wandel der Religiosität an Gebet und Gottesglaube ablesen. Der Bertelsmann Religionsmonitor zeigt bei beiden einen klaren Rückgang. Immer weniger Menschen beten täglich, und auch der Anteil mit einem starken Gottesglauben schrumpft. Der Glaube wird gemäßigter, nicht kämpferisch atheistisch, aber weniger fest und weniger alltäglich verankert.

17 %
2024

Der Anteil der Menschen in Deutschland, die täglich beten, sank von 23 % auf 17 %, so der Bertelsmann Religionsmonitor 2024.

38 %
2024

Der Anteil mit einem starken Gottesglauben sank von 47 % auf 38 %, so der Bertelsmann Religionsmonitor 2024.

StatistikWertJahrQuelle
Tägliches Gebet (vorher)23 %2024Bertelsmann Religionsmonitor
Tägliches Gebet (aktuell)17 %2024Bertelsmann Religionsmonitor
Starker Gottesglaube (vorher)47 %2024Bertelsmann Religionsmonitor
Starker Gottesglaube (aktuell)38 %2024Bertelsmann Religionsmonitor
Die Werte stammen aus dem Bertelsmann Religionsmonitor, dessen Feldarbeit 2024 vom Meinungsforschungsinstitut forsa mit 3.002 repräsentativ befragten Personen durchgeführt wurde. Die Religiosität wird individueller und gemäßigter.

Bau dir eine tägliche Gebetsgewohnheit auf

Pray Focus hilft dir, jeden Tag zu beten, indem ablenkende Apps während deiner Gebetszeit sanft gesperrt werden.

Woran die Deutschen tatsächlich glauben

Der Gottesglaube in Deutschland ist heute vielschichtig und oft unscharf. Noch rund 46 % der Deutschen glauben laut Allensbach an Gott, doch dieser Anteil geht zurück. Deutlich weniger, nämlich nur 28 %, halten Jesus Christus für den Sohn Gottes, und der Glaube an einen persönlichen Gott, wie ihn die Kirchen lehren, liegt laut fowid nur zwischen 16 und 19 %. Religiosität wird individualisiert: Viele bewahren einen allgemeinen Glauben, ohne die konkreten Lehrsätze zu teilen.

46 %
2025

Rund 46 % der Deutschen glauben an Gott, ein rückläufiger Wert, so das Institut für Demoskopie Allensbach.

28 %
2025

Im Februar 2025 hielten 28 % der Deutschen Jesus Christus für den Sohn Gottes, so das Institut für Demoskopie Allensbach.

16-19 %
2024

Nur 16 bis 19 % der Bevölkerung glauben an einen persönlichen Gott, so die fowid.

fowidVerified
StatistikWertJahrQuelle
Glaube an Gott (rückläufig)rund 46 %2025Institut für Demoskopie Allensbach
Jesus Christus als Sohn Gottes28 %2025Institut für Demoskopie Allensbach
Glaube an einen persönlichen Gott16-19 %2024fowid
Positives Bild des Christentums (2004)46 %2004Institut für Demoskopie Allensbach
Positives Bild des Christentums (2025)36 %2025Institut für Demoskopie Allensbach
Das positive Bild des Christentums sank laut Allensbach von 46 % im Jahr 2004 auf 36 % im Jahr 2025. Die meisten Gläubigen nehmen kaum noch an gemeinschaftlichen Ritualen teil.

Wie Forscher das messen

Belastbare Aussagen über Glaube und Religiosität stützen sich auf mehrere unabhängige Untersuchungen. Die Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU) der EKD ist die umfangreichste Langzeitstudie, der Bertelsmann Religionsmonitor liefert wiederkehrende repräsentative Momentaufnahmen, und das Institut für Demoskopie Allensbach verfolgt den Gottesglauben über Jahrzehnte hinweg. Zusammen zeichnen sie ein konsistentes Bild einer individueller und gemäßigter werdenden Religiosität.

5.000+
2022

Für die sechste Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU 6) wurden 2022 über 5.000 Menschen befragt, und erstmals wurden Katholiken neben Protestanten und Konfessionslosen einbezogen, so die EKD.

3.002
2024

Der Bertelsmann Religionsmonitor beruht auf einer forsa-Befragung von 3.002 Personen im Jahr 2024, so die Bertelsmann Stiftung.

StudieStichprobe / MerkmalJahrQuelle
KMU 6 (Befragte)über 5.0002022Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung
Religionsmonitor (forsa-Befragte)3.0022024Bertelsmann Religionsmonitor
Glaube an Gott (Allensbach)rund 46 %2025Institut für Demoskopie Allensbach
16- bis 24-Jährige mit fester Austrittsabsicht41 %2024Bertelsmann Religionsmonitor
Die KMU 6 war die erste Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung, die Katholiken neben Protestanten und Konfessionslosen befragte. Der starke Wandel zeigt sich besonders bei den Jüngsten: 41 % der 16- bis 24-Jährigen wollen fest aus der Kirche austreten.

Wie wir diese Statistiken zusammengestellt haben

Jede Zahl auf dieser Seite ist auf eine Primärquelle zurückverfolgbar und auf das Jahr datiert, in dem die Daten erhoben wurden. Die Angaben zu Gebet, Gottesglaube und Austrittsabsicht stammen aus dem Bertelsmann Religionsmonitor, dessen Feldarbeit 2024 vom Meinungsforschungsinstitut forsa mit 3.002 Befragten durchgeführt wurde. Der Anteil, der an einen persönlichen Gott glaubt, stammt von der fowid. Der allgemeine Gottesglaube und das Bild des Christentums stammen vom Institut für Demoskopie Allensbach, die Jesus-Frage aus einer Erhebung vom Februar 2025. Der methodische Rahmen stützt sich auf die sechste Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU 6) der EKD. Wo Datenjahre abweichen, verwenden wir das jeweils aktuellste veröffentlichte Jahr und weisen es aus.

Möchten Sie zur Ruhe kommen und beten, statt durch soziale Medien zu scrollen? Pray Focus verbindet eine ablenkungsfreie Gebetszeit mit einer kostenlosen Bibliothek schriftbasierter und traditioneller Gebete nach Thema, katholisch, evangelisch und darüber hinaus.

Beten lernen.Mach es zur täglichen Gewohnheit.

Eine E-Mail nach der anderen, in deinem Tempo

Mach bei unserem kostenlosen E-Mail-Kurs mit und lerne einfache, bewährte Wege zu beten, jedes Mal mit einer kleinen Übung, damit das Gebet nach und nach zu deinem Tag gehört.

  • 8 kurze Lektionen: das tägliche Examen, Lectio Divina, ACTS und mehr
  • Jedes Mal eine kleine Übung, damit es zur Gewohnheit wird
  • Sanft und praktisch, nie belehrend. Kostenlos, für immer.

Häufige Fragen

Quellen

  1. Bertelsmann Stiftung, Religionsmonitor (forsa, 2024)
  2. fowid, Persönlicher Gott (16 bis 19 Prozent)
  3. fowid, Glaube und Kirche 2025
  4. Institut für Demoskopie Allensbach, veröffentlichte Studien
  5. EKD, Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU 6)

Ähnliche Artikel

Heute kostenlos herunterladen

Es dauert nur 2 Minuten, um loszulegen. Lade die Gebets App mit integrierter App-Blockierung herunter, personalisiere dein Erlebnis und beginne noch heute, eine Gebetsgewohnheit aufzubauen.