Die ABDB-Gebetsmethode
Strukturiere deine Gebetszeit mit Anbetung, Bekenntnis, Danksagung und Bitte
Die ABDB-Methode ist ein einfacher Gebetsrahmen, der dir hilft, die vier wesentlichen Elemente des Gebets abzudecken. ABDB steht für Anbetung, Bekenntnis, Danksagung und Bitte. Diese Struktur gibt deiner Gebetszeit Ordnung, ohne sie starr wirken zu lassen.
Diese Methode eignet sich besonders für Menschen, die sich zum Gebet hinsetzen und nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Indem du die vier Schritte durchgehst, richtest du deinen Blick zunächst auf Gottes Größe, dann auf dein eigenes Herz, gibst Dank und bringst schließlich deine Anliegen vor Gott. Die Reihenfolge ist bewusst gewählt: Mit der Anbetung zu beginnen, hebt den Blick zu Gott, bevor du dich nach innen wendest.
Die ABDB-Methode hat keine feste Zeitvorgabe. Du kannst zwei Minuten für jeden Schritt aufwenden oder zwanzig. Sie eignet sich für persönliches Gebet, Gruppengebet und sogar als Rahmen für ein Gebetstagebuch. Viele Seelsorger und geistliche Begleiter empfehlen sie als Einstieg für Menschen, die eine Gebetsgewohnheit aufbauen möchten.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
A: Anbetung
Beginne damit, Gott für sein Wesen zu preisen. Es geht hier nicht um das, was Gott für dich getan hat (das kommt bei der Danksagung), sondern um seinen Charakter und seine Natur. Preise ihn für seine Heiligkeit, seine Macht, seine Treue, seine Liebe, seine Weisheit, seine Schöpferkraft. Du kannst eigene Worte verwenden, einen Lobpsalm beten oder einfach Eigenschaften Gottes aufzählen, die dir in den Sinn kommen. Mit der Anbetung zu beginnen, verändert deine Perspektive und erinnert dich daran, dass du in die Gegenwart des Schöpfers des Universums trittst.
Psalm 145,3: „Der Herr ist groß und sehr löblich, und seine Größe ist unausforschlich."
B: Bekenntnis
Nachdem du Gott gelobt hast, nimm dir Zeit, dein Herz ehrlich zu prüfen. Bekenne konkrete Sünden, Versäumnisse und Bereiche, in denen du hinter dem Guten zurückgeblieben bist. Sei konkret statt allgemein. Statt „Vergib mir meine Sünden" versuche: „Vergib mir die harten Worte, die ich heute Morgen zu meinem Partner gesagt habe." Das Bekenntnis macht den Weg frei für eine ehrliche Begegnung mit Gott und erinnert dich an dein Bedürfnis nach seiner Gnade. Du kannst auch Haltungen wie Stolz, Selbstsucht, Sorge oder Undankbarkeit bekennen.
Psalm 51,12: „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist."
D: Danksagung
Nun danke Gott für das, was er getan hat. Danke ihm für konkrete Segnungen: erhörte Gebete, Versorgung, Beziehungen, Gesundheit, Gelegenheiten, Lektionen, die du durch Schwierigkeiten gelernt hast. Danksagung unterscheidet sich von Anbetung, weil sie sich auf Gottes Handeln richtet und nicht auf seinen Charakter. Konkreter Dank macht deine Dankbarkeit aufrichtiger. Manchen hilft es, eine laufende Liste von Dingen zu führen, für die sie dankbar sind, und diese bei diesem Schritt durchzugehen.
Psalm 107,1: „Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich."
B: Bitte
Zum Schluss bringe deine Anliegen vor Gott. Bete für deine eigenen Bedürfnisse und für die Bedürfnisse anderer. Die Bitte umfasst sowohl Petition (für dich selbst beten) als auch Fürbitte (für andere beten). Sei konkret und ehrlich. Bete um Heilung, Führung, Versorgung, Schutz, gute Beziehungen, geistliches Wachstum und die Anliegen deiner Gemeinde und der Welt. Mit der Bitte zu enden stellt sicher, dass du zuvor dein Herz durch Lob, Reue und Dankbarkeit auf Gott ausgerichtet hast, bevor du deine Anliegen vorbringst.
Philipper 4,6: „Sorget nichts! Sondern in allen Dingen lasset eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden."
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